Der Plan

zur Halbierung der CO2-Emissionen

Die Adler Group will bis zum Jahr 2030 die durch Nutzung der Gebäude verursachten Treibhausgasemissionen halbieren. Dies bedeutet eine Verringerung von rund 35,1 kg CO2 pro Quadratmeter Gebäudefläche im Jahr 2021 auf rund 17,5 kg CO2 neun Jahre später. Die Adler Group nimmt diese gleichermaßen ökonomische wie gesellschaftliche Aufgabe an und wird damit ihren Beitrag zum Paris Abkommen leisten. Gleichzeitig ist das Unternehmen davon überzeugt, dass diese Maßnahmen in einem Umfeld zunehmender Kosten für Energie und CO2-Emissionen auch die Wettbewerbsfähigkeit im Mietwohnungsmarkt verbessern.

Der mit Abstand größte Teil der geplanten Maßnahmen wird auf die energetische Sanierung der Gebäude entfallen, weil das die Treibhausgasemissionen am wirksamsten verringert und damit den höchsten Klimaeffekt erzielt. Darunterfallen: Dämmung von Fassaden, Dächern, Kellern, sowie neue Türen und Fenster – hierdurch wird der Heizenergiebedarf drastisch gesenkt. Da jedoch Gebäudesanierungen im Vergleich mit den anderen Maßnahmen planungsintensiver sind und einen längeren zeitlichen Vorlauf benötigen, werden sich diese Sanierungen in vollem Umfang erst ab dem Jahr 2025 auswirken.

Deutlich schneller, das heißt bereits ab dem Jahr 2022, wird die Erneuerung und Umstellung der Heiztechnik wirken, bevorzugt in denjenigen Gebäuden, die bereits eine vergleichsweise gute Energieeffizienz aufweisen. Damit lassen sich die Treibhausgasemissionen bereits kurzfristig signifikant verringern, so dass die Hälfte des Weges zum angestrebten Reduktionsziel bereits im Verlauf des Jahres 2024 erreicht werden kann.

Die Adler Group wird bis zum Jahr 2030 einen großen Teil ihrer Mieteinheiten mit insgesamt 1,8 Millionen Quadratmetern Fläche hinsichtlich Energieverbrauch und Emissionen von Treibhausgasen ertüchtigen. Die für die energetische Modernisierung nötigen Investitionen summieren sich nach heutigen Berechnungen bis zum Jahr 2030 auf rund 275 Millionen Euro. Von diesem Betrag entfällt mit etwa 80 Prozent der weit überwiegende Teil auf Renovierung und Dämmung der Gebäude, etwa sieben Prozent entfallen auf die Elektrifizierung von Wärme, also auf den Ersatz herkömmlicher Heizungen durch Wärmepumpen/Geothermie oder Blockheizkraftwerke und fünf Prozent auf die Umstellung auf umweltfreundliche Energie wie Biomasse oder Fernwärme. Auf weitere Maßnahmen entfallen etwa acht Prozent der Investitionssumme. Mit den jetzt geplanten Maßnahmen werden im Schnitt 2,2 Prozent des Immobilienbestands pro Jahr energetisch modernisiert oder saniert.

Energetische Sanierung oder Ertüchtigung der Bestandsobjekte verbessern das CO2-Profil des Immobilienportfolios der Adler Group erheblich, reichen aber allein nicht aus, um das Halbierungsziel zu erreichen. Dazu braucht es zusätzlich die Ergänzung des Portfolios mit neuen, in Energieeffizienz und Emissionsintensität exzellenten Gebäuden. Hier plant die Adler Group in den kommenden Jahren den Neubau von etwa 360.000 Quadratmetern an klimaneutraler Wohnfläche für den eigenen Bestand.

Zu den Investitionen in die energetische Sanierung der Bestandimmobilien kommen also noch die – ohnehin bereits geplanten - Investitionen in neue Objekte. Diese werden zudem gezielt an den Klimawandel angepasst: Zum Beispiel mit neuen Entwässerungssystemen, Berechnung von erhöhten Abwassermengen und Berücksichtigung von stärkeren Windlasten bei der Prüfung der Dächer. Bei allen neuen Gebäuden verpflichtet sich die Adler Group, das Energieverbrauchsmanagement durch ein internes Verfolgungs- und Überwachungssystem einzubeziehen. Mit der Kombination von energetischer Sanierung des Bestands und klimaneutralem Neubau lassen sich die Ziele dann erreichen.